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Entwicklungspsychologische Beratung für Familien mit Säuglingen und Kleinkindern

  • Inhaltliche Beschreibung und Modul 1

    Entwicklungspsychologisches Grundwissen und Beratung

    Entwicklungspsychologischer Beratung für Familien mit Säuglingen und Kleinkindern
    (72 UE)

    Termin: November 2020 bis Januar 2022

    Inhaltliche Beschreibung:

    Die ersten Jahre im Leben eines Kindes sind besonders bedeutsam, denn in dieser Zeit werden die entscheidenden Grundlagen für seinen weiteren Lebensweg gelegt. Fehlende Zuwendung, Vernachlässigung und Misshandlung in dieser Zeit hinterlassen Spuren und wirken sich auf die gesamte Entwicklung aus.

    Deshalb benötigen Fachkräfte, die für die Beratung und Begleitung von Familien verantwortlich sind, umfangreiches Wissen, um die Bedürfnisse von Säuglingen und Kleinkindern wahrzunehmen, Auffälligkeiten zu verstehen und frühe Warnzeichen für ungünstige Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen.

    In dieser Fortbildungsreihe werden Fachkräfte befähigt, die physiologischen, motorischen und kommunikativen Ausdrucksformen kleiner Kinder zu verstehen, Interaktionen zwischen ihnen und ihrer Bezugsperson zu beobachten und auf der Basis entwicklungspsychologischer Kenntnisse einzuschätzen, um so auf möglicher Gefährdungen hinzuweisen und Unterstützung zu organisieren.

    In der Fortbildung wird ein Handlungs- und Basiswissen vermittelt, welches dazu befähigt:

    • Auf Familien mit Säuglingen und Kleinkindern zuzugehen, ihre Belastungen zu erkennen und ihre Ressourcen wertschätzend zu stärken und zu unterstützen
    • Eltern in unterschiedlichen Lebenssituationen beim Aufbau einer vertrauensvollen und zuverlässigen Beziehung zu ihrem Kind zu stärken und zu unterstützen
    • Frühe Verhaltens- und Entwicklungsrisiken zu erkennen und Interventionen zu entwickeln
    • Prävention anzubieten
    • Frühzeitige Kindeswohlgefährdung einzuschätzen und in Kooperation mit anderen Helfern professionell zu handeln

    Das Verhalten des Kindes wird in den Mittelpunkt gestellt. Anhand von Videoaufnahmen wird geübt, genau zu beschreiben was wir SEHEN.

    Auf Basis entwicklungspsychologischen Wissens und fachlicher Erfahrungen versuchen wir, kindliches Verhalten zu VERSTEHEN.

    Genaues Beobachten und das Verstehen des Geschehenen sind Voraussetzungen, um professionell zu HANDELN, um Eltern beispielsweise zu befähigen, die Bedürfnisse ihres Kindes besser zu erkennen oder andere Fachkräfte davon zu überzeugen, dass Hilfen für die Familie notwendig sind.

     

    Zielgruppe:

    Fachkräfte, die für die Beratung und Begleitung von Familien mit Babys und Kleinkindern zuständig sind, die in diesem Bereich Entscheidungen treffen sowie Säuglinge und Kleinkinder im professionellen Kontext betreuen.

    Bereits während der Weiterbildung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, das erlernte Wissen anzuwenden. In einer selbstgewählten Arbeitsgruppe erstellen sie gemeinsam eine schriftliche Projektarbeit, die am letzten Tag der Weiterbildung präsentiert wird.

     

    Referentinnen des Martha-Muchow-Instituts Berlin:

    Barbara Bütow

    Diplompädagogin, systemische Organisationsberaterin und Mediatorin. Nach beruflichen Erfahrungen als Leiterin eines Jugendamtes in Berlin und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Rostock und Ulm ist sie nun überwiegend in der Fort- und Weiterbildung von Beraterinnen tätig.

    Kathrin Wischnewski-Bluhm

    Diplom Psychologin, Supervisorin & Coach, Trainerin für Kommunikation & Konfliktmanagement, Organisationsberaterin und Erzieherin. Mitbegründerin und Geschäftsführerin eines freien Trägers der Jugendhilfe in Berlin. Neben Personalentwicklung und Gesundheitsmanagement ist die Fachberatung, Weiterbildung sowie Konzeptentwicklung im Bereich der Frühen Hilfen ein wesentlicher Schwerpunkt ihrer Arbeit.

    Susanne Großmann-Borchard

    Diplom Psychologin, Supervisorin & Coach und Organisationsberaterin. Mitbegründerin und Bereichsleiterin eines freien Trägers der Jugendhilfe in Berlin, der sich insbesondere dem Bereich Frühe Hilfen verschrieben hat.

     

    Kosten:

    1.800 €

    1.600 € (für Beratungsfachkräfte des Bistums Trier)

    Die Fortbildung kann nur als Gesamtpacket gebucht werden. Alle Preise enthalten Unterkunft, Vollpension und Seminarkosten.

     

    Anmeldung:  Bischöfliches Generalvikariat Trier

                         ZB 1.7.1  - Sylvia Steines

                         Mustorstraße 2

                         54290 Trier

                         E-Mail: sylvia.steines@bgv-trier.de

                         Tel. 0651/7105-612

     

    Modul I

    Termin: 23. – 25. November 2020

    Jeweils 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr, am 3. Tag Ende 15:00 Uhr (18 Stunden)

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden befähigt zum genauen Beobachten und Beschreiben der Ausdruckformen von Babys und Kleinkindern und können dadurch benennen, wie es dem Kind geht und was es von seiner Bezugsperson benötigt, damit es sich gut entwickeln kann. Sie werden für den Perspektivwechsel  - vom Verhalten der Eltern bis hin zum Verhalten des Kindes – sensibilisiert. Sie üben das Gefühl bei der Beobachtung von Interaktionen zwischen Bezugspersonen und Kind zu reflektieren, um dann auf der Basis des konkret beschreibbaren Verhaltens eine Einschätzung zu treffen.

    Inhalte:

    • Vorstellung der Inhalte und Ziele der Weiterbildung
    • Anknüpfen an eigene Herkunft und berufliche Entwicklung
    • Entwicklungsmeilensteine in den ersten 3 Jahren
    • Das kompetente Baby
    • Verhaltenssysteme des Neugeborenen nach H. Als
    • Feinzeichen des Befindens des Babys
    • Lernzonenmodell als Beispiel für Regulation von Belastung und Entspannung bei Erwachsenen
    • Intuitive elterliche Kompetenzen und Feinfühligkeit
    • Bindungsentwicklung
    • Kreise der Sicherheit als Modell zur Arbeit mit den Bezugspersonen
    • Professionelles Handeln in der Beratung, besonders im Bereich der frühen Kindheit
    • Anwendung der Feinzeichen des Befindens und der Erkenntnisse der Bindungstheorie auf die  eigne Arbeit
    • Reflexion und Sicherung der theoretischen Erkenntnisse für die eignen Arbeit

    Methoden:

    • Inputs, Gruppenarbeit, Übungen, Diskussion im Plenum
    • Beobachtung und Analyse von Interaktionen zwischen Kind und Eltern an Hand von Videoaufnahmen

     

    Referenten: Barbara Bütow

    Ort: n.n.

     

     

  • Modul 2

    Modul II

    Termin: Dienstag, 27.- Donnerstag, 29. April 2021

    Jeweils 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr, am 3. Tag Ende 15:00 Uhr (18 Stunden)

     

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verstehen, dass die Entwicklung eines Kindes von seiner Einzigartigkeit und seinen Erfahrungen mit seine Bezugspersonen abhängt und seine Persönlichkeit von beiden Faktoren geprägt wird.

    Individuelle Besonderheiten wie Frühgeburtlichkeit, drohende Behinderung oder Regulationsstörungen können die Feinfühligkeit der Bezugspersonen beeinträchtigen und damit zu Beziehungsproblemen führen. Eltern benötigen deshalb für diese Situationen besonderes Verständnis und Unterstützung.

    Inhalte:

    • Wiederholung und Vertiefung des bindungstheoretischen Wissens
    • Temperament und kindliche Entwicklung
    • Regulationsstörungen (Schreien, Schlafen, Füttern) und die Herausforderungen für das Baby und die Eltern
    • Herausforderungen für Eltern und Kind bei Frühgeburtlichkeit oder/und drohender Behinderung und der Einfluss auf das elterliche Feingefühl und die Bindungsentwickling
    • Beobachtungsmerkmale des Verhaltens von kleinen Kindern (Care-Index) und seine Anwendung in der Interaktion zwischen Kind und Bezugsperson
    • Bildung der Projektgruppen
    • Reflexion und Sicherung der theoretischen Erkenntnisse für die eigene Arbeit

     

    Referenten: Barbara Bütow mit einer weiteren Referentin

    Ort: Forum Vinzenz Pallotti, Palottistraße 3, 56179 Vallendar

  • Modul 3

    Modul III

    Termin: Dienstag, 28.- Donnerstag, 30. September 2021

    Jeweils 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr, am 3. Tag Ende 15:00 Uhr (18 Stunden)

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkennen, dass inadäquates elterliches Verhalten bereits im Verhalten von Säuglingen sichtbar wird. Sie lernen, diese Ausdrucksformen konkret zu beschreiben und an Hand dessen auf die drohende Entwicklungsgefährdung bzw.- -schädigung aufmerksam zu machen.

    Sie üben mit Eltern und anderen Helfern wertschätzend, aber unabwendbar, Hilfe für da Kind einzufordern. Sie erarbeiten im Austausch mit verschiedenen Professionen Hilfen  umzusetzen. Sie messen Hilfen daran, ob für das Kind eine Verbesserung der Situation, sichtbar an seinem Verhalten, eintritt.

     

     

    Inhalte:

    • Schwierige Entwicklungsbedingungen für Kinder, Kindeswohlgefährdung und Anforderungen an Helfersysteme
    • Bedrohliches, ignorierendes und extrem wechselhaftes elterliches Verhalten (CARE-Index)
    • Auswirkungen auf Bindungsentwicklung und Entstehung möglicher  Bindungsstörungen
    • Erweiterung der Beobachtungsmerkmale nach P. Crittenden auf schwierige Beziehungserfahrungen
    • Umgang mit Widerstand, Anforderungen an Kommunikation, Kooperation und Datenschutz im Kontext von notwendigen Gesprächen mit Eltern und anderen Helfern
    • Frühe Hilfen und die Wahrnehmung des Schutzauftrages
    • Rechtliche Grundlagen
    • Überblick über psychische Störungen/Erkrankungen von Eltern und Auswirkungen auf die Kinder
    • Beispiele für Hilfeplanung bei „Sorgen um die Entwicklung eines kleine Kindes“
    • Bedeutung einer geistigen Behinderung von Eltern für die Entwicklung von kleinen Kindern
    • Reflexion und Sicherung der theoretischen Erkenntnisse für die eigene Arbeit

     

    Referenten: Barbara Bütow mit einer weiteren Referentin

    Ort: Forum Vinzenz Pallotti, Palottistraße 3, 56179 Vallendar

     

  • Modul 4

    Modul IV

    Termin: Ende Januar 2021

    Jeweils 9:00 Uhr bis 16:30 Uhr, am 3. Tag Ende 15:00 Uhr (18 Stunden)

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkennen, warum Trennungen für kleine Kinder von ihren Hauptbezugspersonen gut gestaltet werden müssen und können dies entwicklungspsychologisch begründen. Durch die Projektpräsentation wird das erworbene Wissen nochmal diskutiert und vertieft. Sie reflektieren ihre eigene Rolle im Kontext der Arbeit mit Familien mit kleinen Kindern und schätzen die Kooperation im multiprofessionellen Team.

    Inhalte:

    • Trennungen im Säuglings- und Kleinkindalter und Folgen für die Entwicklung
    • Anforderungen an Professionelle im beruflichen Kontext
    • Umgangsregelungen und Trennungen
    • Projektpräsentationen und Reflexion der eigenen Rolle im beruflichen Kontext
    • Feedback und Abschied

    Referenten: Barbara Bütow mit einer weiteren Referentin

    Ort: n.n.