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Lebensberatung im Bistum Trier

Jahresbericht 2020

Das aktuelle Thema

2020 – Ein besonderes Beratungsjahr unter Corona-Einfluss

Die seit Anfang 2020 bis heute anhaltende aktuelle Lage mit dem alles dominierenden Corona-Virus ist eine Ausnahmesituation, in der wir uns befinden und die wir so noch nicht erlebt haben. Wir müssen uns – insbesondere in den beiden bisherigen "harten" Lockdowns – an verordnete Einschränkungen halten: 1,5–2 Meter Abstand zu anderen Menschen (physical-distancing), Maskenpflicht, Einschränkung der sozialen Kontakte, Ausgangsbeschränkungen, Schließung von Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, von Schulen und Kindergärten.

Das Wegbrechen von sozialen Kontakten, von Tagesstruktur und Hobbies sowie Notwendigkeiten von Homeoffice und Homescooling können dazu beitragen, dass unsere psychische Verfassung leidet. Wir müssen uns oft auf neue Umstände einstellen und können die Entwicklungen der Ausnahmesituation nicht beeinflussen, was eine Herausforderung für unsere menschliche Psyche ist. Mögliche ausgelöste Gefühle können sein: Ängste (Existenzängste, Angst zu erkranken, Angst um Angehörige, Zukunftsängste), Traurigkeit (über das, was man gerade nicht tun kann), Deprimiertheit, Hilflosigkeit, Ausgeliefert sein sowie Wut (auf andere Menschen, die sich nicht an die Beschränkungen halten, auf die Politik etc.).
In unserer Beratungsstelle nehmen wir wahr, dass viele Beratungsprozesse unmittelbar und mittelbar mit Themen psychischer Belastung im Zusammenhang mit der CoronaSituation stehen. Ein Teil der Ratsuchenden aller Altersgruppierungen berichtet von Zunahme an Ängsten sowie einem Gefühl von Überforderung und Belastung. Wenn das Leben ansonsten durch Arbeit, Sport und soziale Kontakte strukturiert war, erleben viele Menschen die viele gemeinsame Zeit zu Hause als belastend. Berichtet wurde zudem von Existenzängsten, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und zunehmenden häuslichen Konflikten (mit Partner*in und Kindern).

In der Beratungsstelle versuchen wir durchgängig, über die offene Sprechstunde und die Beratungsangebote für alle Anliegen der Ratsuchenden präsent zu sein. Gerade in Krisenzeiten sind das Gefühl, nicht alleine zu sein und Hilfe zu bekommen, sowie Kommunikation, Lösungsorientierung und Entwicklung von Strategien wichtig für die Bewältigung von Belastungen. Bei notwendiger Distanzierung - auch wir Beratungsfachkräfte mussten und müssen teilweise in Homeoffice – wurden und werden telefonische und videobasierte Beratungen genutzt. Die Online-Beratung ist ein schon länger existierendes Angebot und Beratungsformat. Alle Beratungsformate werden auch weiterhin allen Ratsuchenden zur Verfügung stehen, unabhängig von der weiteren Entwicklung der Ausnahmesituation.
 

Jahresbericht 2020

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